Kunst als Praxis des inneren Hörens, der Selbstbestimmung bis hin zu bewusster Präsenz
Foto: Jasmin Voß
Artist Statement

Zwischen Stille und Richtung – Wege zur Selbstbestimmung

Meine Malerei ist eine Präsenzpraxis. Sie beginnt mit stillem, innerem Hören und führt in eine Haltung, in der Intuition Orientierung gibt. Ich arbeite, um einen Raum jenseits von Perfektionsdruck zu öffnen – einen Raum, in dem Selbstbestimmung nicht behauptet, sondern erlebt wird. Kunst wird hier zum Training bewusster Wahrnehmung: sehen, atmen, entscheiden.
Die Bilder entstehen intuitiv und prozessorientiert. Ölkreiden, fließende Acrylfarben und Struktursand verdichten sich zu weichen Übergängen, Reliefen und rhythmischen Setzungen. In einigen Arbeiten erscheinen Affirmationen in meiner Handschrift – kurze, klare Sätze über Freiheit, Selbstliebe, Präsenz, Bewusstsein. Sie wirken nicht als Parole, sondern als leise Markierungen im Bild: Erinnerungen, im Hier und Jetzt zu landen.
Jede Schicht ist eine Entscheidung, jeder Strich ein Test für Stimmigkeit. So formt sich eine Bildlogik, die Gelassenheit mit Energie verbindet. Farbfelder pulsieren, Linien bleiben in Bewegung, Pausen schaffen Atemräume. Die Leinwand wird zur Oberfläche für ein inneres Protokoll: Was trägt? Was darf gehen? Was gibt Richtung?
Meine Praxis ist eingebettet in Rituale – Meditation, Atem- und Entspannungstechniken, Düfte. Sie schärfen die Wahrnehmung und halten den Dialog zwischen Innen und Außen offen. Das Ergebnis sind Arbeiten, die Leichtigkeit und Tiefe zusammendenken: freundlich in der Geste, klar in der Absicht.
Ich wünsche mir eine Kultur, in der Intuition als Form von Wissen gilt und Kunst der Ort ist, sie zu üben. Meine Werke laden ein, Selbstbestimmung als Alltagspraxis zu leben – entschieden, gegenwartsbezogen, frei. Freiheit und Verbundenheit schließen sich nicht aus; sie bedingen einander. Wenn ein Bild daran erinnert, den eigenen Kurs zu spüren und ihm zu vertrauen, erfüllt es seinen Sinn.
"Ich möchte, dass Intuition als Form von Wissen gesellschaftlich ernst genommen wird und Kunst als Raum gilt, in dem wir sie üben. So entsteht eine Kultur, die Freiheit und Verbundenheit nicht gegenseitig ausspielen, sondern im Alltag verankert."
ASILA
Aus der Stille ins Sichtbare: Asilas
Weg von der Leere
zur Farbe
Als Jugendliche fühlte sich Asila oft außen vor: wenige Freunde, kein Platz in Gruppen, ein stiller Einzelgang. Die Malerei wurde zum Halt – ein Ort, an dem Leere in Farbe, Unsicherheit in Form und Sprachlosigkeit in Rhythmus überging. In der Abstraktion fand sie früh ihr Feld: grenzenlos, offen, unmittelbar. Beim Malen fühlte sie sich frei und lebendig; daraus wuchs der Wunsch nach innerer Klarheit und selbstbestimmtem Leben. Spiritualität wurde zum Kompass – Präsenz, Achtsamkeit, Meditation, Affirmationen und die Verbindung zu Tieren halfen, der eigenen inneren Stimme zu vertrauen und mutig zu träumen.
Heute übersetzt Asila diesen inneren Wandel in eine eigenständige Bildsprache. Ihre Werke entstehen aus intuitiven Malprozessen; fließende Acrylfarben und Ölkreiden erzeugen weiche Übergänge und Dynamik, Struktursand setzt Tiefe und haptische Akzente. Handgeschriebene Worte tauchen immer wieder auf – kurze Affirmationen zu Freiheit, Präsenz, Bewusstsein und Gefühlen. Wo die Farbe sich verdichtet und wieder löst, entsteht jener Raum, in dem Betrachtende mit der eigenen inneren Stimme in Kontakt kommen.
Ihre Arbeiten gewinnen zunehmend Aufmerksamkeit: Verkäufe nehmen zu, Kunstexperten beobachten die Entwicklung ihrer Position, Ausstellungen und Resonanz in den sozialen Medien wachsen. Was sie antreibt, ist schlicht formuliert: Bilder schaffen, die Menschen ermutigen, bewusster zu leben, auf Intuition zu hören und das eigene Leben aktiv zu gestalten – jenseits von Erwartungen, hin zu echter Selbstbestimmung. Asila, Jahrgang 2000, lebt und arbeitet in einem kleinen Ort bei Nürnberg – umgeben von Natur, die ihre Farben und Ruhe nährt.
Die Kunstserie entdecken
Die Kunstserie "Resonance" beschäftigt sich mit dem Gesetz der Anziehung, den Frequenzen und deren Auswirkungen.
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